Krabi Krabong

Krabi Krabong

Krabi Krabong (กระบี่กระบอง, krabìː krabɔ̄ːŋ) ist die Bezeichnung für eine thailändische Kampftechnik mit Waffen. Kurz übersetzt heißt es „Kurz- und Langwaffe“.[1] Aus ihr entwickelte sich das unbewaffnete Muay Thai.

Heutzutage wird Krabi Krabong als Sportart betrieben. Trainiert wird mit Übungswaffen aus Rattan oder Holz – echte Waffen werden nur bei Vorführungen benutzt, die aus tänzerisch choreographiertem Wechsel von Angriff und Abwehr bestehen, begleitet von traditioneller Musik. Die Kleidung und die farbigen Schärpen der Sportler symbolisieren traditionellen thailändischen Uniformen.


Das Krabi Krabong ist die alte traditionelle Waffenkunst der Thais. Schon vor Jahrtausenden mussten sich die Thais erfolgreich gegen Ihre Feinde verteidigen. Sie entwickelten Techniken die ihnen halfen ihr Königreich erfolgreich gegen die Kolonialisierung zu verteidigen. Stilrichtungen wie Chaiya Boxen (Südthailand), Muay Chao Kherk, Lerd Rit (Militär), und Krabi Krabong das thailändische Waffensystem entstanden.

Die genaue historische Entwickelung ging verloren als die Burmesen die Hauptstadt Ayutthaya ( 1767 ) zerstörten. Bis dahin akkurate Aufführungen der Entwickelung der Geschichte und Kultur gingen verloren. Unter König Ramakhamhaeng ( 1275 –1317 ) der ein Lehrbuch schrieb das nicht nur die Kunst des Kämpfens festlegte sondern auch andere Fachgebiete wie Gesetzesordnung, Astrologie und anderes beinhaltete musste jeder junge Thai die Kriegskunst erlernen. Der buddhistische Glaube, schon damals die Hauptreligion der Thais spielt in der thailändischen Kampkunst damals und auch noch heute vor jedem Kampf zu“ Hanuman“ den Gott des Krieges und der Kraft. Die thailändische Stadt Lopburi ist dem Kampfgott geweiht und seine Statue dem in dieser Stadt zu bewundern.

In der Zeit des Ramakhamhaeng mussten die Krieger neun verschiedene Waffen beherrschen sowie je Waffe 20 kurze Formen. Wenn der Kämpfer seine Waffen im Zweikampf verloren hatte setzte er Hand-, Ellenbogen-, Knie-. sowie Fußtechniken ein. Nicht nur die einfachen Soldaten sondern auch Offiziere, sogar Könige waren in den thailändischen Kampfkünsten ausgebildet. Während der verschiedenen Regierungsperioden Sukhotai, Ayutthaya, Thonburi und im ersten Teil der Rattanakosin bewiesen auch Könige wie gut Sie ausgebildet waren.

Prinz Naresuan (der schwarze Prinz), oder der Tiger König (Phra Bddha Chao Sua), der unbekannt durch die Lande reiste um sich auf Dorfplätzen mit jedem der ihn herausforderte im sportlichen Zweikampf zu messen.Krabi Krabong ist eine sehr komplexe Kampfkunst, welche nicht nur das Kämpfen mit unterschiedlichen Waffen beinhaltet, sondern auch etliche waffenlose Techniken des heutigen Muay Boran. Krabi Krabong und Muay Thai gehören auch heute noch zum festen Ausbildungsprogramm der thailändischen Armee und Polizei und gelten heute als offizielles Kulturgut in Thailand. Neben den Universitäten gibt es noch eine Schule in Thailand in der nähe von Ayutthaya die noch nach der selben Form unterrichtet wie vor 400 Jahren.


Waffen des Krabi Krabong

  • Krabi (Degen) Eine schmale Klinge mit runden Handschutz für den Kämpfer zu Fuß.
  • Daab (Schwert) als Einzel, oder Schwert und Schild aber die wohl bekannteste Form dürfte wohl „Daap song mue“ sein ein Thai Schwert in jeder Hand, aber es gehören auch
  • Plong (Langstock), auch Si Sawk genannt, was buchstäblich übersetzt zwei Yard bedeutet. Es ist eine lange Waffe die zum schlagen benutzt wird.
  •  Ngaw (Lanze mit Sichelaufsatz) die zumeist vom Rücken der Kriegselefanten eingesetzt wurde als Hieb und Stichwaffe.
    Der obere Teil ähnelt einem Schwert und der längere untere Griffteil wurde zum blocken und schlagen eingesetzt.
  • Maisun (ähnlich dem Tonfa unterscheidet sich aber durch die Befestigung am Unterarm sowie einem zweiten Steg vor dem Griff als Schutz) wird als Doppelwaffe an beiden Unterarmen angebracht und ermöglicht effektive Schlag – sowie Blocktechniken.
  • Dhang, Kaen (Langschilde) wurden als reine Block-und Schutzwaffen oder wie das Maisun als Angriffswaffe benutzt.
  • Loh (Rundschild)meist aus Holz mit Tierhautüberzug oder aus Metall gefertigt. Als Schutz und Anfriffsinstrument in der Mitte mit einer Spitze versehen, mit der man den Gegner stechen konnte.
  • Meed Sahn (kurzes Messer) gleiche Form wie das Daab

          einige Schulen unterrichten auch noch eine Art Stahlgerte (Peitsche)

  • Khwaan (die Axt)
  • Hawk (Pfeil oder kleine Wurflanze)
  • Sichel 

Trainingszeiten
alle 14 Tage  Freitags um 17.30 Uhr

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